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Honni soit, qui mal y pense Позор тому, кто дурно об этом подумает

[79] »Du, Fredy, was bedeutet denn eigentlich dir rote, riesige ›29‹ dort drüben über dem Podium?«
"Эй, Фреди, что тогда на самом деле означает огромное красное 29, нарисованное вон там под подиумом?"

»Na, weißt du, Gibson, du stellst manchmal Fragen! – Was die ›29‹ bedeutet! – Weshalb sind wir denn hier? – weil Silvester ist – Silvester 1929!«
Ну знаешь, Гибсон, и вопросы ты порой задаёшь! - Что 29 значит! - Почему мы тогда здесь? - потому что Новый год - Новый 1929 год!

Die Herren lachten alle über Gibsons Zerstreutheit.
Все господа смеялись над рассеянностью Гибсона

Graf Oskar Gulbransson, der unten im Saale stand, blickte zur Brüstung empor, und als er die fröhlichen Gesichter mit den modischen, nach Chinesenart lang herabhängenden Schnurrbartspitzen über dem verschnörkelten Geländer sah, mußte er unwillkürlich mitlachen und rief hinauf: »Jemand einen Witz gemacht, eh? – Messieurs, wenn Sie wüßten, wie furchtbar lustig Sie mit Ihren mongolisch glattrasierten Schädeln da oben auf dem goldenen Balkon aussehen! – Wie Vollbluttataren. – Warten Sie, ich komme auch hinauf, ich muß nur meine Dame auf ihren Sitz führen. – Es fängt nämlich gleich an –: die Komtesse Jeiteles wird ein Lied von Kurt Sperling singen und der Komponist sie selber auf der Harfe begleiten, kurz: – [80] [er legte die Hände wie Schalldämpfer an die Wangenl] – es wird schau – der – haft!«

Граф Оскар Гульбранссон, который стоял внизу в зале, посмотрел вверх на парапе, и когда весёлый вид с модными по китайски длинными свисающими остриями усов и бороды на витиевато украшенном парапете увидел, должно быть он невольно засмеялся и крикнул вверех: "Кто-то сострил, а?"  - Мессьёры,

»Wirklich ein prachtvoller alter Aristokrat, dieser Graf Oskar, – riesig vornehm, und wie er durch das gelbe Seidengewimmel da unten schießt, wie ein Hecht,« sagte einer der Herren, ein Russe, namens Zybin. »Ich habe neulich ein Bild von ihm in der Hand gehabt, wie er vor fünfundzwanzig Jahren oder so ungefähr, aussah, – Frack, – ganz schwarz – von anno dazumal, aber trotzdem verdammt elegant.«

»Muß übrigens eine scheußliche Mode gewesen sein; schon die Idee, sich anliegend und noch dazu schwarz zu kleiden,« warf Fred Hamilton dazwischen, »wenn da auf einem Balle ein paar Herren bei einer Dame standen, mußte das ja rein aussehen, als ob sich die Raben um ein Aas – – – – – –«

»In galanten Vergleichen leisten Sie wirklich Übernatürliches, Fredy,« unterbrach der Graf, der etwas atemlos, so schnell war er die Stufen hinaufgelaufen, hinzutrat, – »aber jetzt rasch, Messieurs, ein Glas Sekt, ich habe mich von Frau Werie bereits verabschiedet und möchte mich recht, recht, recht amüsieren.«

»Apropos, Graf, wer ist das junge Mädchen dort?« fragte Gibson, der immer noch von der Balustrade in den oval gebauten Saal hinabsah, aus dem eine [81] Flut von hellroten Polstern, zu Sitzen für die Zuschauer aufeinandergelegt, in entzückendem Kontrast zu den goldgelben türkischen Pluderhosen der Damen und eine Nuance dunkleren Togavestons der Herren hervorleuchtete.

»Welche meinen Sie, lieber Gibson?«

»Die dekolletierte dort.«

Allgemeine Heiterkeit.

»Sie sind wirklich köstlich, Gibson; – die dekolletierte! – Es sind doch alle dekolletiert! – Aber ich weiß, wen Sie meinen, – die kleine Chinesin, nicht wahr, neben dem Professor R. mit dem schlecht rasierten Kopf? – Das ist ein Fräulein von Chün-lün-tsang. – – – – Ah, da ist ja schon der Champagner!«

Ein livrierter Pavian war vorgetreten und wies zum Zeichen, daß der Wein serviert sei, mit seiner zottigen Hand auf den schillernden Vorhang, der den Hintergrund des Balkons abschloß.

»Eigentlich für Affen eine sehr kleidsame Tracht,« bemerkte ein Herr halblaut, um das Tier, das mittels Hypnose dressiert war und jedes Wort verstand, nicht zu kränken.

»Besonders die Idee, die Knöpfe mit Nummern zu versehen, ist sehr sinnreich, – dadurch kann man sie voneinander unterscheiden,« setzte Fredy [82] hinzu. »Übrigens erinnert das an die kriegerisch lächerlichen Zeiten vor fünfundzwanzig Jahren –«

Der dröhnende Schall einer Tritonmuschel schnitt ihm das Wort ab: das Konzert begann.

Die Bogenlampen erloschen, und der Saal in seinem zarten Schmuck aus japanischen Pfirsichblüten und Efeu versank in tiefe Finsternis.

»Gehen wir, Messieurs, es ist höchste Zeit, – sonst überrascht uns der Gesang,« flüsterte der Graf, und man schlich auf den Zehen in das Trinkzelt.

Hier war alles schon vorbereitet, – die Atlaspolster im Kreise geordnet und zum Sitzen oder Liegen geschlichtet, kleine Wannen aus Chinaporzellan daneben, voll Nelkenblätter zum Trocknen der Finger; – die Sektkelche, mit dem perlenden Gemisch von indischem Soma und Champagner soeben angefüllt, staken in Schulterhöhe in goldenen Drahtschlingen, die vom Plafond herabhängend durch rhythmisch leises Erzittern den Wein in stetem Moussieren erhielten.

Von den Zeltwänden strahlte gleichmäßig mildes Kaltlicht aus und floß in märchenhaftem Glanze über die weichen seidenen Teppiche.

»Ich glaube, heute bin ich an der Reihe?« sagte Monsieur Choat, ein kirgisischer Edelmann. »Jumbo, Jumbo,« – und er rief in den winzigen Schalltrichter an dem Metallstab, der mitten vom Boden [83] des Gemaches empor durch einen Ausschnitt im Plafond bis zur vollen Höhe des Hauses reichte; – »Jumbo, Jumbo, die Kugel, rasch, rasch!«

Im nächsten Augenblick glitt der Affe lautlos aus der Dunkelheit die Stange herab, befestigte eine kopfgroße, geschliffene Beryllkugel an zwei Schlingen und verschwand behende wieder in die Höhe.

Der Kirgise zog ein Mescal-Etui hervor und warf den weiten Seidenärmel zurück: »Darf ich vielleicht einen der Herren bitten?!« –

Geschickt brachte ihm der Graf mit einer Pravazschen Spritze eine Injektion am Arme bei: »So, das wird gerade für eine oder zwei Visionen ausreichen.«

Monsieur Choat schob die Beryllkugel ein wenig höher, so daß er sie bequem fixieren konnte, und lehnte sich zurück: »Also – worauf soll ich meine Gedanken richten, meine Herren?«

»Auf den neuen Propheten in Shambala, – Szenen aus einer römischen Arena, – Orionnebel, – Buddha im Stiftungsgarten Kosambi,« riefen alle durcheinander; jeder wollte etwas anderes. –

»Wie wäre es, wenn Sie einmal erforschen wollten, wo eigentlich das Paradies gestanden haben mag,« schlug Graf Oskar vor.

Gibson nützte die günstige Gelegenheit und schlüpfte unbemerkt aus dem Zelt, er hatte dies [84] visionäre Schauen – diesen neuen Sport – nachgerade satt bis zum Überdruß; – was kam dabei heraus? Farbenprächtige Halluzinationen, die jeder schilderte, so lebendig er konnte, – und was es eigentlich sei, ob unbewußte Gedanken, die der Beryll reflektierte, ob vergessene Vorstellungen aus früherem Dasein, war doch niemand zu sagen imstande.

Er trat an die Brüstung und schaute hinab.

Harfenakkorde, durchbrochen von abgerissen gesungenen Tönen, die zuweilen im Hintergrunde von einem jähen intensiven Aufblitzen eines Lichtfunkens, – rot, blau, grün, – begleitet waren, zitterten durch die Dunkelheit. – Moderne Musik!

Er lauschte gespannt diesen aufregenden Weckrufen, die seltsam ruckweise an das Herz brandeten, als sollten sie beim nächsten Pulsschlag die durch das Leben dünngeschabten Scheidewände der Seele zu neuer, unerhörter Verzückung durchbrechen.

Der Saal da unten lag in Finsternis, nur die Diamantagraffen im Haar und am Halse der Frauen und Mädchen warfen funkelnd den Schein von winzigen Radiumperlen, die wie Leuchtkäfer grünlich erglommen, auf in Opalpuder schimmernde Busen.

Unbeweglich standen die Herren hinter ihren Damen, und hie und da sah man die vergoldeten [85] Fingernägel aufblitzen, wenn sie, Kühlung zufächelnd mit der Hand, in die unmittelbare Nähe des phosphoreszierenden Haarschmuckes gerieten.

Gibson mühte sich den Platz herauszufinden, wo Fräulein von Chün-lün-tsang sitzen mußte. – Noch heute wollte er den Grafen bitten, ihn vorzustellen – – – –, da faßte ihn jemand am Arm und zog ihn höflich in das Zelt zurück.

»Ach, verzeihen Sie, lieber Gibson, wenn wir Sie gestört haben, – aber Sie sind ja ein großer Schriftgelehrter, und Monsieur Choat hat da so merkwürdige Visionen im Beryll gehabt und meint, daß sie sich wirklich auf das Paradies, – den Garten Eden, – beziehen könnten.«

»Ja, denken Sie nur, eine vorsintflutliche unendlich üppige Landschaft erschien mir,« bestätigte der Kirgise, »dabei Nordlicht, unsagbar prachtvoll, – weiß mit rosa Rändern, wie Spitzen herabhängend vom Himmel, und die Sonne, glühend rot, zog am Horizont entlang, ohne unterzugehen; es war, als ob sich das Firmament im Kreise drehe und – – –«

»Das sind doch alles die Himmelszeichen des Polarkreises, nicht wahr? – Denken Sie nur, die Wiege der Menschheit auf dem Nordpol!« unterbrach Graf Oskar. – »Übrigens tropisches Klima war tatsächlich in grauer Vorzeit dort oben.«

[86] Gibson nickte mit dem Kopf: »Wissen Sie, daß das alles sehr merkwürdig ist, – wie heißt es denn nur schnell im Zendavesta? Ja: ›Dort sah man die Sonne, die Sterne, den Mond einmal nur kommen und gehen im Jahr‹, – und: – ›es schien ein Jahr ein einz'ger Tag zu sein‹, auch steht im Rig-Veda, daß damals die Morgendämmerung tagelang am Himmel stand, ehe die Sonne aufging [die Herren stießen sich an: was der Mensch für ein unglaubliches Gedächtnis hat], und dann sagt schon Anaximenes – – –«

»Ich bitte dich um Gottes willen, hör' schon auf mit deiner Gelehrsamkeit,« rief Fredy und schlug den Vorhang zurück. – »Ah: die Musik ist aus.«

Blendende Helle strömte herein.

Ein plätscherndes, pritschelndes, tätschelndes Geräusch erfüllte den Saal und wollte nicht enden. –

»Welch ein Applaus, meine Herren, sehen Sie nur, wie der Opalpuder in die Luft steigt, – über die Brüstung kommt eine wahre Wolke herauf.«

»Eine recht merkwürdige Mode, diese Art zu applaudieren,« sagte jemand. »Daß sie übrigens dezent wäre, könnte man nicht – – –«

[87] »Na, und wie weh das tun muß, – ich möchte keine Dame sein, bestimmt nicht – – – à propos, wissen Sie nicht, Graf, wer die erste war, die diese Mode erfand?«

»Das kann ich Ihnen ganz genau sagen,« sagte dieser lachend, »das war vor Jahren die Fürstin Juppihoy, eine sehr korpulente Dame, die gewettet hatte, die Menge werde ihr auch das nachmachen, – und sie hatte nicht nur die Courage, sondern auch die – Dekolletage dazu. – Sie können sich vorstellen, welches Entsetzen das damals erregte.«

Wieder erscholl das plätschernde, pritschelnde, tätschelnde Geräusch aus dem Saal empor.

Die kleine Gesellschaft schwieg nachdenklich.

»Warum eigentlich die Herren nicht auch mit applaudieren dürfen,« sagte plötzlich Gibson träumerisch.

Einen Augenblick große Verblüffung, dann brachen alle in ein stürmisches, schallendes Gelächter aus.

Gibson wurde rot: »Aber ich meine es doch gar nicht so; honni soit, qui mal y pense.« – –

Die Heiterkeit verdoppelte sich; Fred Hamilton wand sich auf seinem Polster; »Ha, ha, ha, um Gotteswillen, hör' auf, – ich sterbe, – mir scheint, du hast an deine kleine Chinesin gedacht.«

[88] Dröhnende Gongschläge hallten durch das Haus.

Der Graf hob sein Glas in die Höhe: »Messieurs, wollen Sie nicht anstoßen, so hören Sie doch,« – vor Lachen konnte er kaum weitersprechen, – »Messieurs, – es schlägt soeben 24 Uhr, – prosit Neujahr 1929, prosit, prosit!« –

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Im Ruderklub »Clia« herrschte brausender Jubel. Rudi, der zweite »Bug«, genannt der Sulzfisch, hatte sich überreden lassen und sein Mitwirken zugesagt. – Nun war der »Achter« komplett. – Gott sei Dank. –

В клубе гребли "Кля" царило бушующее ликование. Руди, второй "Нос" [рулевой, видать] названный студневой рыбой, убедил и заставил себя принять участие. - Теперь, когда "Восьмой" готов. - Спасибо тебе господи. -

Und Pepi Staudacher, der berühmte Steuermann, hielt eine schwungvolle Rede über das Geheimnis des englischen Schlages und toastierte auf den blauen Donaustrand und den alten Stephansdom (duliö, duliö). Dann schritt er feierlich von einem Ruderer zum andern, jedem das Trainingsehrenwort – vorerst das kleine – abzunehmen.

И Пепи Штаудахер, знаменитый Штурман, держал пламенную речь о тайнах английской гребли и свидетельствовал о лазурных пляжах Дуная и о старом Соборе Св Стефана  (дуллио дуллио). Затем он торжественно ходил от одного гребца к другому, каждый  из честное тренировочное слово - с малых лет дал.

Was da alles verboten wurde, es war zum Staunen! Staudacher, für den als Steuermann all dies keinerlei Geltung hatte, wußte es auswendig: »Erstens nicht rauchen, zweitens nicht trinken, drittens keinen Kaffee, viertens keinen Pfeffer, fünftens kein Salz, sechstens – – siebtens – – achtens – – –, und vor allem keine Liebe, – hören Sie, – keine Liebe! – weder praktische noch theoretische – – – –!«

Что всё запрещено было - это было сюрприза ради! Для Штаудахер,  как штурмана всё это никакого значения не имело - знал он наизусть  "Первые не курят, вторые не пьют, третьи- никакого кофе, четвёртые -никакого перца, пятым -никакой соли - шестым --- седьмым -- восьмым --- и всем никакой любви", - слышите вы, - никакой любви! - ни практической ни теоретической!"

Die anwesenden Klubjungfrauen sanken um einen halben Kopf zusammen, weil sie die Beine [13] ausstrecken mußten, um ihren Freundinnen vis-à-vis bedeutungsvolle Fußtritte unter dem Tisch zu versetzen.

Присутствующие девушки из клуба сложили половинки головы вместе, в то время как ноги нужно вытянуть и их подружки виз-а-ви многозначительно пинали под столом чтобы переместиться.

Der schöne Rudi schwellte die Heldenbrust und stieß drei schwere Seufzer aus, die anderen schrien wild nach Bier, der kommenden schrecklichen Tage gedenkend. –

Прекрасный Руди выкатил грудь и испустил три тяжёлых вздоха, другие орали от пива, замышляя [предрекая] ужасный день.

»Eine Stunde noch, meine Herren, heute ausnahmsweise, dann ins Bett, und von morgen an schläft die Mannschaft im Bootshause.«
"Через один час, господа, скоро в виде исключения, потом в кровать и к утру спать в помещении клуба."

»Mhm,« brummte bestätigend der Schlagmann, trank aus und ging. »Ja, ja, der nimmt's ernst,« sagten alle bewundernd. –

"Мхм", прорычал утвердительно загребной, выпил и пошёл. "Да, да, это серьёзно" сказал он восторжено.

Spät in der Nacht traf ihn die heimkehrende Mannschaft zwar Arm in Arm mit einer auffallend gekleideten Dame in der Bretzelgasse, aber es konnte ja gerade so gut seine Schwester sein. – Wer kann denn in der Dunkelheit eine anständige Dame von einer Infektioneuse unterscheiden!

Поздно ночью встретил возвращающуюся команду правда рука в руку с бросающими в глаза наряженными дамами  в Бретцельгассе (переулок Кренделей), но это было прямо так хорошо быть твоей сестрой. Кто может тогда в сумерках приличную Даму отличить от инфекции.

Der »Achter« kam dahergesaust, die Rollsitze schnarchten, die schweren Ruderschläge dröhnten über das grüne, klare Wasser.
"Восьмёрка"  пришёл оттуда, вынюхивая сидение, тяжёлые удары вёсел гремели над зелёной, чистой водой.

»Jetzt kommt der Endspurt, da schauen S', da schauen S'!«
"И сейчас настанет последний рывок, смотрите, смотрите!"

[14] »Eins, zwei, drei, vier, fünf – – – – – – aha – ein vierundvierziger!«
"один, два, три, четыре, пять --------- ага -- сорок четвёртый!"

Staudachers Kommandogeheul ertönte: »Achtung, stop. Achter, Sechser: zum Streichen! Einser, Dreier: fort. – Ha – alt!«
Раздался командирский рёв Штаудахера "Тревога, остановитесь восьмой, шестой: вблизи! Первый, третий: прочь. - СтААять  "

Die Mannschaft stieg aus, keuchend, schweißbedeckt. –

»Da schauen S' den Nummer drei, die Pratzen! Wie junge Reisetaschen, was? Überhaupt die Steuerbordseite is gut beisamm'. – Der beste Mann im Boot ist halt doch Nummer sieben. – Ja, ja, unser Siebener. Gelt, Wastl, ha, ha.«

»No, und die Haxn von Nummer acht san gar nix, was?«

»Wissen S', wievüll mür heut g'fahrn san, Herr von Borgenheld?« wandte sich Sebastian Kurzweil, der zweite Schlagmann an den Vizeobmann, der verständnislos dem Herausheben des vierzehn Meter langen, einem Haifisch gleichenden Achtriemers zusah.

»Dreimal,« riet der Vizeobmann.

»Wievüll, sag' ich,« brüllte Kurzweil.

»Fünfmal,« stotterte erschreckt Herr von Borgenheld.

»Himmelsakra!« – der Ruderer schüttelte den Arm.

[15] »Er meint: – ›wie lang‹,« warf ein Junior ein, der schüchtern dabeistand und einen schmutzigen Fetzen in der Hand hielt.

»Ach so! – Fünf Kilometer!« – – – –

Die Mannschaft machte Miene, sich auf Herrn von Borgenheld zu stürzen. Sie hätten ihn zerrissen, da rief sie eine Serie rätselhafter Kommandos wieder an das Boot: »Mann an Rigger, – aufff – auf mich (prschsch – da lief das Wasser aus dem umgewendeten Boot) – schwen–ken, – fort!« –

Und acht rot-weiß und spärlich bekleidete Gestalten, ohne Strümpfe und mit phantastischem Schuhwerk, hantierten an dem Boot herum und schleppten es mit tiefem Ernst in den Schuppen. –

»No, raten Sie jetzt!« und der Steuermann schwenkte eine silberne Taschenuhr an einem roten Strick hin und her. »Also wie viel?« – Der Vizeobmann mochte aber nicht mehr. Staudacher zündete sich eine Virginia na, denn ein echter Steuermann muß gewissenhaft alles tun, was gesundheitsschädlich ist, um leichter zu werden.

»Also raten Sie, Herr Dr. Hecht!«

»Füglich – äh – füglich – soll man die ›Zeit‹ geheimhalten,« näselte dieser fachgewandt und zwinkerte nervös mit den Augenlidern.

[16] »No, dann schauen Sie selbst,« sagte Staudacher. Alle beugten sich vor.

»5 Minuten 32 Sekunden,« kreischte der Junior und schwenkte den schmutzigen Fetzen über dem Kopf.

»Jawohl 5 : 32! – Wissen Sie, was das heißt, meine Herren, 5 : 32 für 2000 Meter, – stehendes Wasser, ich bitte!«

»Fünfi zwoaadreiß'g, fünfi zwoaadreiß'g,« brüllte Kurzweil, der jetzt splitternackt auf der Terrasse des Bootshauses stand, wie ein Stier herunter.

Eine wilde Begeisterung ergriff alle Mitglieder.

5 : 32!! –

Sogar der Obmann Schön machte einen dicken Hals und meinte, daß man selbst seinerzeit in Zürich, im Seeklub, keine bessere Zeit gefahren sei.

»Jawohl 5 : 32! Und kennen Sie auch den Hamburger Rekord im Training?« fuhr Staudacher fort. – – »6 Minuten 2 Sekunden!! bei Windstille, – – mir hat es ein Freund telegraphiert. – – 6 : 2! – – –! und wissen Sie auch, was 30 Sekunden Differenz sind? 11 Längen, – klare Längen, – jawohl!«

»Sie, Ihre Zeit kann absolut nicht stimm',« wandte sich ein Berliner Ruderer, der als Gast zugegen war, an Staudacher, »sehen Se mal, der englische Professionalrekord is 5 : 55, da wären Sie [17] ja um 23 Sekunden besser. Nu, hören Se mal! – Überhaupt die Wiener ›Zeiten‹ sind verflucht verdächtig, – vielleicht jehen Ihre Stopuhren falsch!«

»Schauen S', daß S' weiterkommen, Sö – fünfi fünfafufz'g Sö, – setzen S' ös in d'Lotterie dö fünfi fünfafufz'g. Haben S' überhaupt an Idee – bereits – – was mür Weana für a Kraft hab'n,« höhnte Kurzweil von der Terrasse, dann hob er die Arme und brüllte, wie weiland Ares im trojanischen Krieg, daß es durch die Erlenwäldchen an den Ufern des Donaukanals gellte.

»Hören Se doch nu endlich mit dem Jebrülle auf – Sie da oben, – oder wollen Sie vielleicht 'n dreibänd'jes Buch über planloses Jeschrei herausjeben!« rief der Berliner ärgerlich.

»Pst, pst – nur keinen Streit,« besänftigte Staudacher. – »Übrigens, meine Herren, – ich nehme heute schon die Glückwünsche zu unserem künftigen großen Siege in Hamburg entgegen. – Meine Herren, auf diesen Sieg –, meine Herren – hip – hip – –«

Die harmonischen Töne einer Drehorgel schnitten ihm die Worte ab – einen Augenblick Totenstille, dann rhythmisches Trampeln im Ankleideraum der Mannschaft, und alle stimmten begeistert mit ein in das Lied:


[18] »Dös is wos für 'n Weana,

Für a wean'risches Bluat,

Wos a wean'rischer Walzer

An 'm Weana all's tuat ..«


* * *


Der Ausschluß des Klubs war auf dem Bahnhof versammelt und wartete auf die aus Hamburg heimkehrende Mannschaft in größter Erregung, denn in den Morgenblättern war ein schreckliches Telegramm abgedruckt gewesen:


»Hamburg – Achterrennen um den Staatspreis.

Resultate: Favorit = Hammonia – Hamburg – erste: 6 Min. 2 Sek.; RuderklubClia‹Wien letzte: 6 Min. 32 Sek.


Interessantes Rennen zwischen Favorit = Hammonia, Hamburg, und Berliner Ruderklub. Wien unter acht Booten achtes, kam nie ernstlich in Betracht. Die Arbeit der Österreicher saft- und kraftlos und auffallend marionettenhaft.«


»Sehen Se wohl, was hab' ich jesagt,« höhnte der Berliner, der schon eine Stunde auf dem Perron wartete, »jerade ne janze Minute schlechtere Zeit als anjeblich hier im Training.«

»Ja, es ist schrecklich fatal,« lispelte der Obmann, »und wir haben schon gestern Einladungen zum [19] Siegesfest verschickt und das Bootshaus beflaggt und mit Reisig geschmückt.«

»Es muß rein etwas passiert sein,« meinte zögernd ein alter Herr, – dann schrien plötzlich alle durcheinander:

»Der Nummer zwei is Schuld – –, der Sulzfisch, der zieht ja nicht einmal das Gewicht seiner Kappe, – der ganze Kerl ist schwabberig wie Hektographenmasse.«

»Was denn Nummer zwei! Die ganze Backbordseite ist keinen Schuß Pulver wert.«

»Überhaupt, der ›Einsatz‹ fehlt. Catch the water! – verstehen Sie mich, – verstehen Sie englisch? Catch the water! Schauen Sie her, so! catch, catch, catch!«

»Meine Herren, meine Herren, was nutzt das alles: catch, catch, catch, wenn man ›Swivels‹ hat, wie wollen Sie da ›einsetzen‹. Hab' ich nicht immergesagt: feste Dollen, was, Herr von Schwamm? – Ja, feste Dollen, haha, zu meiner Zeit: rum – bum – rumbum –«

»Hätt' allesnicht g'schadt, aber natürlich knapp vorm Training bei der Nacht mit Weibern rumlaufen, daran liegt's. Haben S' damals unsern ›Stroke‹ g'segn in der Bretzelgass'n? Wissen S', wer die Frauensperson war? Die blonde Sportmirzl, wann Sö's no kenna!«

[20] Ein gellender Pfiff. Der Zug fährt ein.

Aus verschiedenen Koupees steigen die »Clianesen« aus. Ärgerliche Gesichter, müde, abgespannte Mienen: – – – »Träger! Träger! – Himmelsakra, sind denn keine Träger da!«

»Erzählt's doch, was ist denn g'schehn? Letzte, immer Letzte?«

»Der ›Sulzfisch‹,« murmelte Kurzweil ingrimmig.

Der schöne Rudi hat es gehört und tritt mit geschwellter Heldenbrust an ihn heran: »Mein Herr, ich bin Reserveleutnant im Artillerieregiment Nr. 23, verstehen Sie mich?« Und er zwinkert mit entzündeten Lidern, und sein Gesicht ist klebrig und rußgeschwärzt, als ob er auf einem Stempelkissen geschlafen hätte.

»Ruhe, meine Herren, Ruhe!« Staudacher ist es, der eine Flasche in der Hand hält.

»Erzählen, Staudacher, erzählen!« – Alles umdrängte ihn.

Der kleine Steuermann hebt die Flasche in die Höhe: »Hier ist des Rätsels Lösung, – wissen Sie, was da drin ist? – Alsterwasser, Hamburger Alsterwasser! – – Und da drin soll unsereins rudern, wo wir an unser dünnes klares ›Kaiserwasser‹ gewöhnt sind, – net wahr, Kurzweil? Wissen S', daß dieses Alsterwasser bereits um ein Fünftel dicker ist als wie das unsrige!? – [ja, wirklich, [21] m'r siecht's] – Ich hab's selbst mit dem Aräometer g'messen, und unsere Zeit ist trotzdem nur um ein Sechstel schlechter! – Nur ein Sechstel – meine Herren! – Hä? Habn S' an Idee, wie wir hier g'wonnen hätten! – Da wären die Hamburger gar net mit'kommen.«

Alle waren voll Bewunderung: »Nein, wirklich, alles was recht ist, unser Staudacher ist ein findiger Kopf, so einen sollen S' uns zeigen, die, die ... die deutschen Brüder aus dem ›Reich‹ – –«

»Ja, ja! – 's gibt nur a Kaiserstadt, 's gibt nur a Wean!«



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Jörn Uhl war lang, hatte die Augen enge stehend und strohblondes Haar. – Er war ein Obotrit seiner Abstammung nach. – Möglich auch, dass er ein Kaschube war, – jedenfalls war er ein Norddeutscher.

Йорн Улль был высокого роста, с близко посаженными глазами и соломенно-светлыми волосами. По происхождению он был Оботритом. – Возможно, также, что он был Кашубом, - как бы то ни было – Улль был родом с севера Германии.

Er lebte abgeschlossen, stand früh vor Sonnenaufgang mit den Hühnern auf und wusch sich dann immer in einer Ballje, während seine Brüder noch in den Federn lagen

Жизнь его была замкнутой, он вставал рано на заре с первыми петухами и всегда умывался в бадье, в то время как его братья – всё ещё валялись в постели.

Mach dich nützlich, war sein Wahlspruch, und wenn Sonnabendabends die alte Magd Dorchen Mahnke mit Gretchen Klempke am Gesindetisch saß und tühnte, – ach, da schnackte er nu nie mit. –

Не тратить время впустую было его девизом и когда субботними вечерами старая дева Дорхен Манке и Гретхен Клемпке сидели и чирикали за столом прислуги – ах, ни разу он с ними не заговорил.

Er war so abgeschlossen und gänzlich verschieden von seinen Geschwistern, und das kam wohl daher, weil seine Mutter, als sie ihn zeugte, an etwas ganz anderes gedacht hatte.

Он был настолько замкнутым и совершенно непохожим на своих братьев_и_сестёр, и так, по всей видимости, получилось от того, что его мать во время зачатия думала о чём – то совершенно другом.

"Tühnen – nein", – sagte er sich, biß die Zähne zusammen und ging hinaus in die Abendluft.

Er war ein Uhl!!

«Болтать – нет», - сказал он себе сжал зубы и вышел на вечерний воздух. Он был настоящим Улем!

Dahinten – weit am Himmel lag das letzte träumende Gelb, schwere Nachtwolken darüber, daß die Sterne nicht hervorkonnten. Und dichte Nebelschleier zogen langsam über die Heide.

А позади – далеко в небе были последняя призрачная желтизна, над ней тяжелые ночные облака за которыми не было видно звёзд. И плотная туманная завеса медленно тянулась над пустошью.

Da kam ein dunklen Schatten mit etwas Blitzendem über der Schulter auf das Haus zu. – War Fiete Krey, der so spät noch von Felde kam. – Ein paar Schritte von ihm weg Lisbeth Sootje, das Süßchen, – und sie trippelte auf Jörn zu und bot ihm die kleine Hand.

К дому шёл тёмный силуэт с чем-то блестящим на плече. – Это был Фите Крей,  который так поздно возвращался с полей (а Мб из д. Фельды). В паре шагов от него шла Лизбет Сутье, [эта симпатяжка], - и она засеменила к Йорну и протянула ему свою маленькую ручку.

'n Tachch, Jörn", sagte sie so fein zu ihm, als er ihre Hand hielt. – "Ich komme nu man eben ein büschen snacken. Is Dorchen in? – Sieh ma, ich hab mich ein Strickstrumpf mitgebracht, – ach, nu hat sich das Strickzeug verheddert. Laß nachch", und: "muß mal klar kriegen", sagte sie dann, um sich von ihm loszumachen. –

«-обрый вечер, Йорн» сказала она ему так изящно, когда он взял её за руку – «Я как раз пришла за книгой. Дорхен дома? – Взгляни, я с собой взяла вязанный чулок, - эх, запуталось моё вязанье. Оставьте» и «придется повозиться», сказала она,чтобы отстраниться от него

Jörn kuckte ihr auf das blonde Köpfchen. –

Йорн посмотрел на её белокурую головку

Heintüüt, wollte er zu ihr sagen, Heintüüt; aber er sagte es nicht, er dachte es bloß, – er war ein Uhl! –

Хайн-туут, хотел он сказать ей, хайн- туут, но промолчал, он только думал об этом– он был настоящим Улем! –

 

Noch oft später im Leben mußte er daran denken, daß er ihr damals nicht Heintüüt gesagt hatte, und auch sie dachte später oft daran zurück, wie sich ihr Strickzeug vertüdert hatte. –

И позже, должно быть, он долго вспоминал о том, как он тогда не сказал Хайнтуут и думал о том, как спуталась её ткань.

So läßt es Gott oft anders geschehen, als wir hier auf Erden uns vornehmen. – Nöch?

Так уж бывает, что у бога бывают другие планы, не такие как у нас на земле. – Не так ли?

Jörn strich noch durch die Wiesen, und es lag so kühl in der Luft. – Von weitem drangen über die Felder die Weisen der Spielleute aus der Schenke, bald leise, leise, – bald übermäßig deutlich, – wie es der Abendwind herübertrug. Als es an zu regnen fing, lenkte er seine Schritte dem Hofe zu. –

Йорн шёл лугами и воздух становился прохладнее. Издалека были слышны музыканты из трактира, которые то становились всё тише, тише, - то чрезмерно отчётливыми звуками принесёнными вечерним ветром. Когда уже собирался дождь, он направил шаги к дому.

Es war schon so finster geworden, daß man es kaum über den Weg springen sah, wenn ein Pagütz mang das Gras hüpfte. Jörn legte seine Kappe ab, als er an den Gesindetisch trat.

Скоро стало так темно, что едва можно было разглядеть как кузнечик прыгал в траве. Йорн снял шапку подходя к столику прислуги.

"Hast dein Strickzeug all klar gekriegt?" sagte er zu Lisbeth.

«Справилась с вязанием?» Сказал он Лизбет

"Hab' es klar gekriecht", nickte sie. –

«Справилась», кивнула она

"Hest du all 'n Swohn siehn, dej mit 'n Buuk opn koolen Woter swemm?" fragte da Pieter Uhl, sein Bruder, und tat vertraulich zu Gretchen Klempke. –

Ты весь мокрый, не от того что с книжкой в холодной воде купался? Спросил Питер Улль своего брата, и заговорщически посмотрел на Гретхен Клемпке

"Ich geh' nu man nach oben", sagte Jörn verdrossen, der solche Redensarten nicht leiden mochte. – "Schlaf süß, Lisbeth!" "Schlaf süss, Jörn!"

«Я пошёл наверх» сказал Йорн раздраженно, он терпеть не мог такие разговоры – «Сладких снов, Лизабет», «Сладких снов Йорн»

"Baller man, jüü", rief ihm sein Bruder nach.

«Суровый, йууу», крикнул вслед ему брат.

"Ja-nu-man" [Fußnote]"Ja-nu-man" nicht zu verwechseln mit Hanuman – der Affenkönig – brahminische Götterfigur. – – – seufzte Dorchen Mahnke, denn sie war hellsehend.

Януман [примечание – не путать с Хануманом – царём обезьян, брахманским божеством]- вздохнула Дорхен Манке, так как была проницательной.

Jörn Uhl war nach oben gegangen – in sein Zimmer, – reinigte sein Beinkleid, denn er war arg in Mudd gesackt, und aß noch ein bißchen Buchweizengrütze mit Sahne, die er von Mittag her in einen Topf getan und hinter dem Ofen verstochen hatte. –

Йорн Улль поднялся  - в свою комнату, - почистил свои брюки, так как измазал их в грязи и поел немного гречки со сметаной, которую сварил в полдень и оставил открытой.

"Schmeckt schön", sagte er.

«Вкусно», сказал он

Dann nahm er einen Foil und machte reine. –

Затем он взял щётку и навёл порядок

Bis alles wieder blitzeblank gescheuert war, nahm er ein Buch vor, das ihm Fiete Krey mal von Hamburg mitgebracht hatte, wo gerade Dom war. –

Начистив всё до блеска, он взял одну книгу, которую ему Фите Край привез из Гамбурга, когда был в соборе.

"Ach, das ist es ja nich", sagte er. – "Es is wohl Claudius, der Wandsbecker Bote: – – 'lieber Mond, du gehst so stille' – der ruht nu man schon lange draußen in Ottensen." –
«Ах это же не то» - сказал он – «Это, должно быть, с распродажи Клаудиуса Вандбекера: ‘дорогой месяц ты так спокоен’ – давно уже никто не отдыхал за пределами Оттенсена»

Denn nahm er ein ander Buch aus dem Spinde und trat für einen kleinen Augenblick an das Vogelbauer, das vor dem Fenster hing. –

Затем он достал из шкафа ещё одну книгу и мельком посмотрел на птичью клетку, что висела у окна –

"Bist du ein klein süßer Finke", sagte er, "tüüt – tüüt." – – Das Vögelchen hatte sein Köpfchen aus den Flügeln gezogen und sah nu ganz starr und erschrocken ins Lichte. – – Dann klappte er finster die Luke zu, denn von drüben her aus Krögers Destillation tönte das trunkene Gegröhle der wüsten Gesellen beim Bechersturz, – und setzte sich in Urahns geschnitzten Stuhl. – – – – – War auch so'n altes Stück! – Mit steife Lehne, und da, wo die Farbe wechgetan war, kuckte nu das schöne Schnitzwerk durch.

«Маленький, мой Финке», сказал он, «тьюют - тьюют» - Птичка свою головку вытащила из под сложенных крылышек крылышек и ничего не видя совершенно застыла, оцепенев от света. Затем он поставил клетку к люку, так как на той стороне был трактир Крёгеров и от него раздавались пьяные голоса  разнузданного хора и звон кружек  - и сел в резной стул своего прадеда. Это была древняя вещь! С твёрдой спинкой и с облетевшей краской и прекрасной резьбой.

Clawes Uhl anno domini 1675 stand darüber.

Клаус Улль с 1675 года от Рождества христова сидел на нём.

Ja, die Uhlen waren ein erbgesessen Geschlecht, knorrig und hahnebüchen! –

Да род Уллей был крепким, узловатым и грубым!

Wie Großmutter Jörn zum Manne nahm – Jörns Großvater hiess auch Jörn – da wollte sie lange nicht ja und Amen sagen. –

Когда-то бабушка Йорна его деду, который также был из Йорнов – далеко не сразу сказала слова «да» и «аминь».

Sie war eine stolze Deern gewesen, und verschlossen war sie – verschlossen, – hatte Kreyenblut in den Adern; und noch als sie eine Göhre war und zu Schule ging zu Pastor Lorenzen, sprach sie selten ein Wort und spielte nie mit den andern Göhren. –

Она была надменной и гордой и замкнутой девушкой – замкнутой – так как в жилах её была кровь Краев; и так как она была единственным ребёнком и ходила в школу к Пастору Лоренцену ни словом не обменивалась и не играла с другими детьми

Hatte klein harte Fäuste und rotes Haar, – die lüttje Deern. –

У неё были маленькие жёсткие кулачки и рыжие волосы – маленькая девочка

"Ich tanze nich mit dich", hatte sie zu ihrem Bräutigam gesagt, "im Tanze liegt etwas Sündhaftes in", und hatte sich wech von ihm gebogen.

«Я с тобой не танцую» сказала она своему жениху «в танце есть что-то грешное», и отстранилась от него.

Denn hatte sie noch ein "Rundstück warm" mit Tunke gegessen und war allein hinausgefahren mit ihren Pferden über die dämmerfrische Heide. –

Затем она взяла горячую булочку с подливкой и отправилась одна со своей лошадью в свежие сумерки лугов

"Weshalb ich ihn nur nicht liebe", wiederholte sie sich immer wieder beim Fahren.

«И почему я его не люблю», повторяла она себе по дороге.

Denn hielt sie plötzlich an. – Ein Junge badete dort, nackend, ganz nackend. – Sie sah sich ihn lange an, und er bemerkte es nicht. – Da fühlte sie, wie etwas in ihre keusche Seele drang: – – daß alles in der Natur zur Liebe geschaffen war. –

Затем она внезапно остановилась – Один мальчик купался голый, совсем голый. – Она долго смотрела на него, но он этого не замечал. –Она почувствовала, как что-то возникло в её девственно-чистой душе. – Что всё в природе стремится к любви.

 

Jetzt wußte sie es, sie hatte es deutlich gesehen. – Jetzt wußte sie auch, daß sie Jörn liebe, aus ganzer Seele liebe.

Теперь она это узнала, отчётливо увидела. – Теперь она знает, что она любит Йорна, больше своей жизни

Keusch natürlich.

Природа - целомудренна

Da war Jörn leise an ihren Wagen getreten – er war ihr nachgegangen – und hinten aufgesessen. – "Was kiekst du so?" hatte er gesagt. –

В это время Йорн тихо прошёл к её тележке – он догнал её – и уселся сзади. «На что ты так смотришь?» - спросил он.

Der Knabe aber verstach sich.

Мальчик [обернулся]

Ihr war ganz fladderig geworden. – "Mien Uhl", hatte sie gesagt. Dann waren sie zu zweit weiter gefahren. –

Она стала совсем мягкой – «Мой Улль», сказала она и дальше они ехали вместе

So kam es, daß Großvater Uhl eine Krey zum Weibe nahm.

Вот так дедушка Улль взял Крей в жёны

Wir hatten Jörn verlassen, als er Buchweizengrütze mit Schüh aß und ein Buch vorgenommen hatte. –

Мы оставим Йорна с гречневой крупой с [ботинками или ложкой] и перейдём к книге.

Es war: "Fietze Faatz, der Mettenkönig" von Pastor Thietgen und hatte eine Auflage, – sooo groß! –

Это была «Фитце Фаатц, король заутрени» - пастора Тиэтгена и была издана таким крупным тиражом.

In Hamburch las es jeder, es hieß sogar, daß es demnächst aus dem Frenssenschen ins Deutsche übersetzt werden sollte. Jörn Uhl las und las.

В Гамбурге её читал каждый, говорят даже, что скоро переведут с французского на немецкий. Йорн Улль читал и читал.

Es handelte davon, wie Fietze Faatz noch drei Jahre alt war, ein kleinen Buttje, – wie er immerzu lernen wollte – immerzu! – –, und mit Nestküken, seinem Schwesterlein, die ein klein niedliches Göhr war, in der Twiete spielte und im Fleet Sticklegrintjes fing. –

Действие начиналось когда Фитце Фатцу было ещё три года,  - ещё коротышка - как он всегда хотел учиться – всегда! И с [няньками], своими сёстрами – милашками играл в маленьком переулке и [пускал кораблики]

Wie er denn nach Schule sollte und nich lateinisch konnte. Wie Senator Stühlkens lütt Jettchen im Grünen Koppeister schloß und sie von einem Quittje und einer lüderlichen Deern das Lied lernten:

Как он должен был учить в школе латинский – и не мог. Как сенатор Штулькенс маленького Еттхен в Зелёном Коппейштере закрыл и тот от Квитье и от одной развратной дамы выучил песенку:

"Op de Brüch, do steit
en ohlen Kerl un fleit,
un Mareiken Popp
grölt jem dol
dat Signol:
Du kumm man eben ropp",

[Над обрывом стоит

Молодой парень и дрожит

И Марейкен Поп

Орёт ему

Сигнал

Иди по верёвке!]

und wie der Vater da so böse über war. –

И как злился от этого отец

Jörn Uhl las und las: – daß Fietze Faatz 10 Jahre wurde, und 10 1/2, und 10 3/4, und 11 Jahre und Jettchen Stühlken immer Schritt mit ihm im Alter hielt und keines das andere darin überflügeln konnte, – das Fietze Faatz von Tag zu Tag ernster zusah, wenn Jettchen Koppeister schoß, bis sie endlich längere Kleider erhielt.

Йорн Улль читал и читал: как Фитце Фаатцу 10 лет исполнилось и 10 с половиной и 10 ¾ и 11 и как Етхен Штулькен всё время шёл с ним и до старости оставался и ни один из них не мог обойти другого, - как Фитце Фатц изо дня в день всё серьёзнее относился, если Етхен посещал Копперйштер, пока не добился более подобающего поведения

Jörn Uhl las die ganze Nacht, – – und Fietze Fatz war erst 11 1/2 Jahre alt, – las den nächsten Tag und die kommende Nacht: – Da war Fietze Fatz allerdings schon 16 Jahre, aber Jörn hatte erst ein Drittel des Buches gelesen und fiel vor Schwäche vom Stuhl. – –

Йорн Улль читал целую ночь, - и Фитце Фатцу было 11 ½ лет, читал он следующий день и следующий ночь, когда Фитце Фатцу уже стало 16 лет, хотя Йорн и прочитал ещё треть книги, обессиленный он упал со стула

Wegen des Gepolters kam das Gesinde nach oben, – früher hatten sie es nicht gewagt – er war ein Uhl! –

Тут же на грохот пришла прислуга – раньше такого никогда не было – это был настоящий Улль

Voran Fiete Krey, der Grossknecht. – Wie der Jörn sah, scheuerte er sich hinter den Ohren und entsetzte sich: hatte der mit eins einen langen grauen Bart bekommen und war selber beim Lesen sechzehn Jahre älter geworden.

Впереди всех был Фите Крей, главарь – Посмотрев на Йорна почесал он за ухом и ужаснулся: он был с длинной серой бородой и пока читал стал на шестнадцать лет старше

"Junge, – Minsch", – sagte Krey, – "kuck dich nu man eben im Spiegel."

«Молодой человек» – сказал Крей – «посмотри на себя в зеркало»

"Dat kumt von die verdammten Bücher", setzte er halblaut hinzu

«Вот что бывает от этих проклятых книг», добавил он вполголоса

Lisbeth Sootje aber mochte Jörn nu mit eins gar nicht mehr leiden; – – – und so blieb es

Лизабет Сутье хоть и любила Йорна, не могла больше терпеть – и на этом всё закончилось

 

Tja.

Тья.

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Die Königin unter den Bregen
Der Herr da drüben ist der Dr. Jorre.
Мужчина в той стороне - доктор Йорре.

Er besitzt ein technisches Bureau und verkehrt mit keinem Menschen.
Он-владелец одного технического бюро и ни с кем не общается.

Regelmäßig um ein Uhr ißt er im Restaurant des Staatsbahnhofes zu mittag, und wenn er eintritt, bringt ihm der Kellner die »Politik«. –
Регулярно в один и тот же час [или в час дня] он ест в ресторане городского вокзала до полудня и когда он входит, официант приносит ему "Политику".

Dr. Jorre setzt sich immer darauf, nicht etwa aus Verachtung, sondern um sie jeden Augenblick bei der Hand zu haben, – denn er liest bruchstückweise während des Essens.
Доктор Йорре всегда там сидит, ни из-за какого-либо пренебрежения, но чтобы в любой момент иметь под рукой, так как он читает урывками во время еды.

Er ist überhaupt ein eigentümlicher Mensch, – ein Automat, der niemals in Eile ist, niemand grüßt und nur das tut, was er will.
Он - вообще своеобразный человек, - автомат, который никогда не бывает в спешке, ни с кем не здоровается и делает лишь то, что хочет.

Gemütsbewegungen hat noch keiner an ihm wahrgenommen. –
Переживания ещё ни разу не брали над ним верх.-

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

»Ich möchte mir eine Portemonnaiefabrik – egal wo, nur in Österreich muß es sein – errichten,« sagte eines Tages ein Herr zu ihm, – »so und so viel will ich daran wenden, – können Sie mir das besorgen, – samt Maschinen, Arbeitern, Bezugs- und Absatzquellen und so weiter und so weiter, – – kurz: ganz komplett?« –
"Я хочу себе фабрику по производству портмоне - всё равно где её построят - главное - в Австрии," сказал однажды ему один господин, - "столько-то и столько-то хочу на это потратить", - можете ли вы мне это организовать, - с машинами, рабочими, зарплатами и сбытом и так далее, - короче: полностью?"-

[185] Vier Wochen später schrieb Dr. Jorre dem Herrn, daß die Fabrikgelände fix und fertig seien – an der ungarischen Grenze. Der Betrieb bei der Behörde angemeldet, – 25 Arbeiter und 2 Werkmeister vom Ersten des Monats ab angestellt, ebenso das kaufmännische Personal; Leder aus Budapest, – Alligatorenhäute aus Ohio unterwegs. – Bestellungen von Wiener Abnehmern zu günstigen Preisen in den Geschäftsbüchern bereits eingetragen. Bankverbindungen in den Hauptstädten angeknüpft.
Четырьмя неделями позже доктор Йорре написал господину, что фабрика готова - на венгерской границе. Предприятие зарегестрировано, - 25 рабочик и 2 мастера с первого месяца - в штате, даже коммерческий персонал; кожа из Будапешта,- кожа аллигатора из Огайо - в пути. Заказы от венских покупателей по благоприятным ценам уже записаны в бухгалтерской книге. Реквизиты банковского счёта открыты в столице.

Nach Abzug seines Honorars seien 5 fl. 63 Kr. von dem übergebenen Gelde übrig, die sich in Briefmarken in der linken Schublade des Schreibtisches im Chefzimmer befänden.
По рассчётам Ваши гонорары составят 5 флоринов 63 кроны оставшиеся деньги  - в виде почтовых марок в ящике письменного стола в комнате начальника находится

Solche Geschäfte machte Dr. Jorre.
Такое дело провернул доктор Йорре

Zehn Jahre hatte er auf diese Art schon gearbeitet und wahrscheinlich viel Geld verdient. Jetzt stand er wieder mit einem englischen Syndikat in Unterhandlungen, und morgen früh um acht Uhr sollten sie zum Abschlusse kommen. Eine halbe Million würde Dr. Jorre dabei verdienen, meinten seine Konkurrenten. –
Десять лет он этим искусством зарабатывал и должно быть скопил немалые деньги. Сейчас он снова в деле - с английским синдикатом и рано утром в восемь утра должны они заключить сделку. Пол миллиона должен на этом заработать доктор Йорре, думали его конкуренты.

Es könne gar nicht mehr gelingen, ihn noch aus dem Felde zu schlagen, glaubten sie. –
Более преуспеть нельзя, это вообще за рамки выходит, думали они

Die Engländer glaubten es auch nicht.
Англичине также об этом не помышляли.

Dr. Jorre erst recht!
Доктор Йорре не ошибается!

[186] »Kommen Sie morgen pünktlich ins Hotel,« sagte der eine Engländer.
Приходите во время  в отель - сказал ему один англичанин

Dr. Jorre gab keine Antwort und ging nach Hause. Der Kellner, der die Bemerkung gehört, lachte bloß.
Доктор Йорре ничего не ответил и пошёл домой. Официант, услышав такой коментарий, только посмеялся.

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

In Jorres Schlafzimmer steht nur ein Bett, ein Stuhl und ein Waschtisch. –
В спальне Йорре стояла только кровать, стул и комод.

Totenstille im ganzen Haus.
Мёртвая тишина во всё доме

Lang ausgestreckt liegt der Mann und schläft.
Долго лежал он растянувшись и спал.

»Morgen soll er am Ziele seines Strebens sein, mehr besitzen, als er verbrauchen kann. Was wird er dann wohl beginnen? Welche Wünsche bewegen dieses Herz, das so freudlos schlägt?«
Утром должен он цели своих трудов достичь, получить больше чем сможет потратить. Что был он тогда в начале? Что за желание тронуло это сердце, что так безрадостно спит"

Das hat er wohl keinem Menschen je gesagt. – Er steht ganz allein in der Welt.
Никогда у него никого не было. - Он был одинок в Мире.

Ob die Natur zu ihm spricht, ob Musik, ob Kunst? – Niemand weiß es. – – – Es ist, als ob der Mann tot wäre, – kein Atemzug ist hörbar.
Говорила ли природа с ним, о музыке об искусстве? - Никто этого не знает-- Всё так, словно он умер, - даже дыхания не слышно

Das kahle Zimmer schläft mit ihm, – kein Knistern – nichts. – Solch alte Räume sind nicht mehr neugierig.
И холодная комната спала с ним, - ни скрипа - ничего. -Такая старая комната, и никаких звуков.

So verfließt die Nacht – langsam – Stunde um Stunde. – – – – – – – – – – – –
Так проходит ночь - долго - час за часом

– War das nicht ein Schluchzen, – wie aus dem Schlaf? – Pah, – Dr. Jorre schluchzt nicht. – Auch nicht im Schlaf.
- Не вздох ли это, - словно во сне? - Не, -доктор Йорре не вздыхает. - В том числе и во сне.

[187] Und jetzt ein Rascheln. – Es ist etwas herabgefallen, – ein leichter Gegenstand. – Eine dürre Rose, die an der Wand neben dem Bette hing, liegt auf dem Boden. – Der Faden, der sie gehalten, ist zerrissen; – er war schon alt – und morsch geworden. Ein Lichtschein fällt auf die Zimmerdecke – eine Wagenlaterne von der Gasse war es wohl. –
И теперь шорох - Что-то упало, - что-то лёгкое. - Одна высохшая роза, что на стене рядом с кроватью весела, лежит на полу. - Нить, что держала её порвалась;-она была старой и прогнила. Лучик света пал с потолка - должно быть от коляски с улочки.

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Früh stand Dr. Jorre auf, wusch sich und ging ins Nebenzimmer. Dann setzt er sich an seinen Schreibtisch und starrt vor sich hin.
Рано встал Доктор Йорре, умылся и зашёл в каморку. Затем сел за письменный стол и смотрел перед собой.

Wie alt und verfallen er heute aussieht! –
Каким старым и дряхлым он сегодня выглядит!

Draußen fahren Lastwagen; man hört sie über das Pflaster holpern. Ein nüchterner, öder Morgen, – halbdunkel noch, als ob es nie mehr freudiger Tag werden wolle. –
Снаружи ехала тележка; он слышал, как она тряслась на мостовой. Скучное пустое утро, - пока что полумрак, но от этого день не становится радостнее.

Daß die Menschen den Mut haben, da weiterzuleben!
Что за мужество у людей, чтобы продолжать жить!

Was soll das alles, – dieses mürrische Arbeiten im trüben Nebel!
Какой в этом смысл, в этой угрюмой работе в хмуром тумане!

Jorre spielt mit einem Bleistift. – Die Dinge stehen in wohlgeordneten Abständen auf dem Schreibtische. – Er klopft zerstreut mit dem Briefbeschwerer, der vor ihm liegt. Ein Basaltstück mit zwei gelbgrünen Olivinkristallen; – wie zwei Augen sehen ihn die Steine an. – Warum quält ihn das so? – Er schiebt den Block beiseite. –
Йорре покрутил карандаш. - Вещи стояли аккуратно разложены на письменном столе. - Он смахнул их пресс-папье, лежавшим перед ним. Один кусочек базальта с двумя жёлтозелёными оливковыми кристаллами; - как два глаза смотрел он на камень. Почему ему так тревожно? Он оттолкнул камушек в сторону.-

[188] Immer wieder muß er hinschauen. – – – Wer hat ihn nur so angeblickt, so gelbgrün? Und noch vor ganz kurzer Zeit? – – – –
Всегда должен он смотреть. -- Кто на него только что смотрел, такой жёлто -зелёный? И всё ещё  смотрит уже целый час?---

Bregen – – – – – – Bregen – – –
Бреген ----------- бреген

Was für ein Wort ist das nur? – Bregen? –
Что за слово это? Бреген?

Er hält die Hand an die Stirn und sinnt. –
Он положил руку на лоб и думал.-

Ein Traumgesicht dämmert in seiner Seele. –
Сон светился в его душе-

Heute nacht hatte er von dem Worte geträumt; – jawohl, – gerade vor wenigen Stunden:
Сегодня приснилось ему это слово;- точно, - прямо несколькими часами ранее:

Er war in den Herbst hineingeschritten, in eine fröstelnde Landschaft. – Weidenbäume mit hängenden Zweigen. Das Laub tot auf allen Sträuchern. – Dicht bedecken die abgefallenen Blätter die Erde, mit Wasserstaub bestanden, als ob sie die sonnigen Tage beweinten, wo sie noch in der Höhe – im Winde – gejauchzt und gezittert, die silbergrünen Weidenkinder. –
Он шёл осенью, по холодной местности. - Ивы с висящими ветками. Листва опала с крон. - Плотно покрывала павшая листва землю пропитанную сыростью, словно оплакивая солнечные дни, в которые они ещё вышине - на ветру -  ликовали и трепетали серебреннозелёные детишки

Es ist ein eigenes trostloses Rauschen, wenn der Fluß durch die dürren Blätter streift.
Это безутешный шум, когда по реке плывёт усохший лист.

Ein brauner Pfad liegt zwischen wirren Sträuchern, die wie erstarrte Krallen in die nasse Luft greifen. – – Er sieht sich auf diesem Wege gehen. – Vor ihm humpelt ein altes Weib in Lumpen – tief gebückt – mit einem Hexengesicht. – Er hört ihren Krückstock auf die Erde stampfen. – Jetzt bleibt sie stehen.
Одна коричневая тропа пролегала среди запутанных кустов, что как застывшие когти схватились за влажный воздух. Он видел, как он шёл по этому путь. - К нему прихрамывала старая женщина в тряпках - глубоко сгорбленная - с лицом ведьмы. Он слышал как её костыль стучал по земле. - Затем она остановилась.

[189] Ein Sumpf liegt vor ihnen im Dunkel der Ulmen, und grüne Schwaden decken die tückische Fläche. – Die Hexe reckt ihren Krückstock auf; die Decke zerreißt, – Jorre blickt in die unergründliche Tiefe. –
Болото пролегало перед ним в темноте вязов и зелёные испарения покрывали коварные нагорья. Ведьма вытянула свою трость; покров рассеялся, - Йорре глядел в неземную глубину.

Die Wasser werden klar, – klar wie Kristall, – und da unten erscheint eine seltsame Welt. Immer höher hinauf taucht es: – Nackte Frauen wie Schlangen verschlungen bewegen sich dort; leuchtende Leiber schwimmen in wirbelndem Reigen. – Und eine mit grünen großen Augen, eine Krone im Haar, sieht herauf zu ihm und schwingt ein Zepter über die anderen. – Sein Herz schreit auf vor Weh unter diesem Blick; er fühlt, wie sein Blut diese Augen aufnimmt und wie ihr grüner Schein in ihm zu kreisen beginnt. –
Вода стала чистой, - чистой как кристалл, -и внизу появился причудливый мир.  Всё выше поднимался он: - обнажённые женщины словно переплетённые змеи прошли вперёд; светящееся туловище плыло в кружащемся хороводе. - И одна с зелёными большими глазами, короной в волосах посмотрела на него и взмахнула скипетром остальным. - Его сердце шло к печали под этим взором; он чувствовал, как поглощали эти глаза его кровь и как их зелёное мерцание начало в нём кружиться.-

Da läßt die Hexe den Krückstock sinken und sagt:
Ведьма отпустила свою трость и сказала:


»Die einst deines Herzens Königin war, ist

Königin jetzt hier unter den Bregen!«

Та, что была княжной в твоём сердце - теперь княгиня под Брегенами

Und wie die Worte verklingen, schießen die dichten Schwaden über dem Sumpf zusammen.
И когда отзвучали слова, над болотом поднялись плотные испарения.

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Die einst deines Herzens Königin war ...
Та, что была княгиней твоего сердца...

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Dr. Jorre sitzt an seinem Schreibtisch, den Kopf auf die Arme gelegt, und weint.
Доктор Йорре сидит за своим письменным столом уронив голову на руки и рыдает.

[190] Es schlägt acht Uhr; er hört es und weiß, daß er fortgehen soll. – Aber er geht nicht. Was soll ihm auch das Geld! –

Der Wille hat ihn verlassen. –
Наступило восемь, он слышал это и знал, что ему пора уходить. - Но он не пошёл. Что за дело ему было до денег!

»Die einst deines Herzens Königin war, ist Königin jetzt hier unter den Bregen.«
Та что была княгиней твоего сердца -теперь княгиня здесь под Брегенами

Er denkt es immerfort. – Das herbstlich spukhafte Bild steht unbeweglich vor seiner Seele – und die grünen Augen kreisen in seinem Blute. –
Он постоянно думал об этом. - Эта призрачная осенняя картина стояла неподвижно перед его взором и зелёные глаза кружились в его крови.

Was das Wort nur bedeuten mag? Er hat es nie im Leben vernommen und kennt seinen Sinn nicht. – Es heißt etwas Grauenhaftes, namenlos Trauriges, etwas Elendes – fühlt er –, und das freudlose Klappern der Lastwagen von der Straße her dringt wie beißendes Salz in sein krankes Herz.

Что это слово означает? Он ни разу в жизни его не слышал и не знал об этом чувстве. Это название было чем-то ужасным, безымянной скорбью, чем-то бедственным - чувствовал он-, и этот безрадостный треск тележки с дороги  словно соль жёгся в его больном сердце.
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Похоже, я потихоньку созреваю, чтобы перевести и второе стихотворение из Паломбары. Но пока такой, перевод пусть и складный, но без рифм. Позже нужно сделать с рифмами.

Da noi l’ignoto Chao de’ Sapienti

Неведомый нам Хаос Мудрых,
Nascer con Occhi mille ognor si vede
Зрящий тысячей глаз, рождённый
Nell’Oriente, il volgo e pur noi crede
На Востоке, - как верим мы и простолюдины, -
Figlio del Sol, Signor degl’elementi.
Сын Солнца, Повелитель Стихий,

Soave è a’ Sofi, e spira aure fetenti,
Хоть и пускает зловонные ветры, сладок Философам;
Di nebbia il volto, ed ha di vento il piede,
Облака его чрево, его ноги - ветер;
È ghiaccio, e al foco di calor precede,
Он – лёд, что был прежде огня.
È tossico e tien vivi i morienti.
Он ядовит, и власть имеет над живыми и мёртвыми.

È semplice e composto, è uno e trino,
Он прост и сложен, един и три-един;
È vile e prezioso, e piomba in fondo
Ничтожен и драгоценен; он падает на дно,
Poiché al’Empireo Ciclo erse il cammino.
Когда устремляется в Эмпиреи.
È nero, è mischio, è bianco, è ribicondo
Он чёрен, многоцветен, бел и красноват;
È corpo informe, è spirito almo e divino;
Бесформенное тело, и дух божественный и животворный.
Nulla il daresti, ed ha nel ventre un Mondo.
Он никому не нужен, хотя скрывает в себе целый Мир


От нас сокрытый хаос мудрых

Тысячей глаз во тьме горящий

С Востока он, как знает каждый

Сын Солнца и стихий владыка

 

Хоть и зловонен- нам приятен

Облаком взношен, ноги-ветер

Он –лёд что предваряет пламя

Он ядовит и смертью правит

 

И прост и сложен, три – в одном сокрыты

Ничтожен, драгоценен, в глубь уходит

И тут же устремляет бег свой к небу

Он чёрен, все цвета в нём, красен он

Без формы – дух животворящий

И брошен – хоть весь мир в себя вбирает

 

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На этот раз это Вильям Блэйк

And did those feet in ancient time
Walk upon England's mountain green?
And was the holy Lamb of God
On England's pleasant pastures seen?
And did the countenance divine
Shine forth upon our clouded hills?
And was Jerusalem builded here
Among those dark satanic mills?


Bring me my bow of burning gold!
Bring me my arrows of desire!
Bring me my spear! O clouds, unfold!
Bring me my chariot of fire!
I will not cease from mental fight,
Nor shall my sword sleep in my hand,
Till we have built Jerusalem
In England's green and pleasant land.

И прикасалась ли она к вершинам Англии холмов?
И снизошла ли благодать до зеленеющих лугов?
И озарял ли божий свет сквозь облака родной страны?
И был ли здесь Иерусалим средь тёмных мельниц сатаны?


Где лук что золотом горит?
Где стрелы страсти для меня?
Копьё, что небеса разит
И колесница из огня?
Не перестану воевать
И пусть кровь льётся через край
Пока зовёт Иерусалим
Пока не завоюем Рай



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В скалолазании начинающим рассказывают про правило трёх точек: в состоянии покоя три конечности фиксируют скалолаза, - четвёртая же всегда свободна и готова стать новой точкой опоры, освобождая одну из конечностей. - Как тут не вспомнить Дао или даже четыре стихии

Сосредоточенное сознание не просто не отвлекается на внешнее, оно становится тоньше и начинает пронизывать внешнее, как если бы внешнего не было. Именно так внешнее становится внутренним (проявлением внутреннего, его образом и символом) а внутреннее внешним (главным объектом восприятия). -Поэтому в инструкциях по медитации говорят let go, что, естественно, не означает ослабление концентрации, контроля, а как раз этот процесс, когда сознание пронизывает преграды, и проходит через них, как если бы их не было - перестать воспринимать их как существующие - и есть смысл фразы let go в английских переводах.

Любые ограничения чужды духу традиции.

Очень важным представляется сравнение Брахмана с огнём в котором сгорают все привязанности. Сосредоточенное сознание также подобно Брахману, т.к. способно подобно ему пронизывать весь мир, а следовательно приближается к Брахману и становится Брахманом.

Сосредоточенное сознание способно развенчать фальшивое я и сжечь его в огне Брахмана.

Все алхимические тексты написаны в уникальной, можно даже сказать педагогической, манере: понять можно ровно столько сколько способен понять. И очень трудно понять не так (хоть это и встречается сплошь и рядом).

Самой большой проблемой является тенденция сознания наводить порядок в виде схематических связей между теми или иными образами. Хотя и понятно что в зависимости от контекста любой образ (либо его описание) может иметь совершенно различные значения (которые по отношению к нему всегда вторичны), все "подмечают". В результате все такие откровения, как правило, нелепы. Они выдают нелепый строй в уме пишущего.

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Тот, кто смотрит под своим углом, - не видит. Тот, у кого есть своё мнение, - не понимает (c) Лао Цзы
Every selfless act, Arjuna, is born from Brahman (Bhagavad-Gita).

Для таких людей кусок грязи, камень и золото - одно (Bhagavad-Gita)
Жертвование- Брахман, жертва-Брахман. Брахман жертвует в огне Брахмана. Тот, кто видит Брахман в каждом действии - достигает Брахмана
(Bhagavad-Gita)
Освободившись от привязанности к плодам действий и от желаний связанных с чувственными объектами, вы подниметесь к состоянию единства
(Bhagavad-Gita)
Знание лучше механической работы. Лучше знания медитация. И ещё лучше - непривязанность к результату, так как вслед за ней сразу наступает покой
(Bhagavad-Gita)
"Бога нет"- говорят они - "ни правды, ни духовного закона, ни морального порядка. Основа жизни - секс. Чем ещё она может быть?" (
Bhagavad-Gita-глава 16) - воистину, нет ничего нового под солнцем!!!
«…Красота — вещь простая, уродство же экстраординарно, и все, обладающие пылким воображением, в своей похоти, без сомнения, предпочтут экстраординарное простому. Красота, свежесть, поражают лишь слегка; уродство и деградация наносят гораздо более сильный удар, приводят к гораздо большему потрясению, и, следовательно, к более живому возбуждению» - цит. Маркиз де Сад

Now
, if thou desirest to receive virtue from any part of the World, or from any Star, thou shalt (those things being used which belong to this Star) come under its peculiar influence, as wood is fit to receive flame by reason of sulphur, pitch and oil. (C. Agrippa)
Now, there is a twofold virtue in commixtion; one, viz., which was first planted in its parts, and is celestial; the other is obtained by a certain and artificial mixtion of things, mixt amongst themselves, and of the mixtions of them according to certain proportions, such as agree with the heaven, under a certain constellation. And this virtue descends by a certain likeness and aptness that is in things, amongst themselves, towards their superiors, and just as much as the following things do by degrees correspond with them that go before, where the patient is fitly applied to its superior agent. (C. Agrippa)

Я искал Бога, но нашёл лишь себя. Я искал себя и нашёл Бога.  (Суфийская пословица)
Если кто - то замечает: "Какой ты прекрасный человек!" и тебе приятнее это слышать чем "какой ты плохой человек!" - знай, что ты всё же плох. Sufyan al Thawri.
Любой грех кроме-убийства времени простителен. Traditional (Essential Sufism).
Осёл с поклажей книг - остаётся ослом -- Traditional (Essential Sufism)

Но того, кто не обращён к суете, спокоен, последователен, упорен и контролирует себя, Мара не может свергнуть, подобно ветру бьющемуся о скалу. (The Buddha's way of virtue).
Бхикку находящий радость в бодрости и презирающий лень движется к цели подобно огню, сжигая любые привязанности и препятствия на своём пути (The Buddha's way of virtue).
Настоящий последователь Будды не находит приятными даже самые неземные наслаждения, но счастье его - в уничтожении желания (tānhā) (The Buddha's way of virtue).
Победивший сеет вражду, побеждённый живёт в разочаровании. Независимо от победы или поражения спокойный человек живёт в мире (The Buddha's way of virtue).
Нет медитации вне мудрости и нет мудрости вне медитации. Те в ком мудрость и медитация в согласии - недалеки от Нирваны (The Buddha's way of virtue)
[Брахмин-тот] Кто оставил позади человеческие наслаждения и прошёл мимо небесных и - свободен от всех цепей наслаждения (The Buddha's way of virtue)

К сожалению, то что характеризует современный Европейский мир - не действие, а фальсификация действия, т.е. активизм лишённый основания, ограниченный областью исключительно материальных благ. Они оторваны от небес под предлогом завоевания земли до той степени, что уже не знают, что же такое действие. (Ю. Эвола)

Desiring to sleep during meditation is precisely dullness of mind. To get rid of dullness is only by regulating breath. Breath is the breathing in and out from the mouth and nose. Although not real prana, the inward and outward flow of real prana is also lodged here. Желание спать во время медитации - как раз и есть тьма сознания. Развеять тьму можно лишь контролируя дыхание. Дыхание это вдыхание и выдыхание через рот и нос. И хотя речь идёт не о настоящей пране, входящее и исходящее течение праны также скрыто в них.  (с) The tenet of the Golden Flower of Great Duality (пока коряво перевёл - позже поправлю)

As long as the heart has not attained absolute tranquility, it cannot move itself. One moves the movement and forgets the movement; this is not movement in itself. Therefore it is said: If, when stimulated by external things, one moves, it is the impulse of the being. If, when not stimulated by external things, one moves, it is the movement of heaven. The being that is placed over against heaven can fall and come under the domination of the impulses. The impulses are based upon the fact that there are external things. They are thoughts that goon beyond one’s own position. Then movement leads to movement. But when no idea arises, the right ideas come. That is the true idea. When things are quiet and one is quite firm, and the release of heaven suddenly moves, is this not a movement without purpose? Action through non-action has just this meaning

Пока сердце не достигло абсолютного покоя, оно не способно действовать. Когда человек совершает действие и забывает действие - это не настоящее действие. Поэтому сказано: если человек движим внешним - это импульс природы, если он действует без внешних стимулов - это действие неба. Сущность что не в согласии с небом может пасть и оказаться подвластной импульсам. Импульсы основаны на том факте, что есть внешнее. Это мысли выходящие за пределы себя. Тогда действие лишь порождает новые действия. Но когда идей нет - приходят правильные идеи. Это и есть правильная идея. Когда ты в покое и контролируешь себя и в соответствии с небом вдруг совершаешь действие разве это не действие без причины? Именно в этом смысл "действия через не-действие". The tenet of the Golden Flower of Great Duality (ещё один кривой перевод в копилку)



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В журнале Глеба было стихотворение, решил записать свой текущий перевод в ЖЖ, как напоминание, чтобы он как неприятная и ненужная ерунда в глазу напоминал мне о том, что переводить надо бы уже научиться.

Сначала - подстрочник Глеба:

La pietra non è pietra e pur è pietra

Каменьне камень, и всё же камень,
E si trova nel mar che non è mare
Лежит в море, которое не море;
E ivi nota, e pur non sa notare
Его здесь видят, и, всё же, не замечают;
E l’uom la segue, e pur da lei s’arretra.
За ним гонятся, но при этом от него удаляются.

È negra e pur è bianca, e bella e tetra
Он чёрен, и всё же бел; красив и отвратителен.
Si trova e pur non trovasi a comprare
Его можно найти, но нельзя купить.
E ben ch’è vile è tra le cose care
Хотя и мерзок, он - среди того, что дорого;
Essendo un Ciel che sol dal Ciel s’impetra.
Он - небо, которое Солнце превратило в камень.

Ognuno n’ha, nessuno la possiede;
Он есть у всякого, но им никто не обладает;
Da noi sta lungi, e pur ci sta vicina
Он от нас далеко, и, всё же, близко.
E l’occhio l’ha davanti e non la vede.
Он у нас перед глазами, и мы его не видим.
Sta sopra un colle, e quel non è collina,
Он находится на холме, который не холм;
Vive in un monte e in quello non risiede;
Он живёт в горах, которые не горы.
Fortunato è colui che l’indovina.
Счастлив тот, кто его найдёт.

А вот мой перевод. Честно вот сейчас перечитывая не догоняю чего менять, так что позже глянув обязательно переделаю. А пока вот так вот:

Камень и нет – но камень он всё же
В море ищи, что точно не море
Видишь и слышишь – всегда он с тобою
Не схватишь его и не догонишь

Чёрен, но бел, хоть уродлив - красив
Можно найти, но не из рук чужих,
Получишь - ценее сокровищ несметных -
Небеса солнца огнём опалив.

У всякого есть, но ничей, словно сор
Он дальше чем звёзды, он чем сердце ближе
Не видишь, всё время глядя в упор,
На холме, что не холм – его жилище
В горах обитает, но не среди гор
Найти его – счастья любого превыше.

Следующий вариант, последовав написанному Глебом - с рифмами. Нужно отправить, но что то посреди ночи остановило, а значит, нужно ещё раз поглядеть с утра пораньше. Мне по крайней мере очень нравится.

Это не камень, но всё же он камень
Посреди моря – неморя лежащий
Перед глазами - не видит смотрящий
Угнаться за ним способен лишь пламень.

Чёрен и бел, красив, но оставлен
Можно найти, но не сыщешь в продаже,
Дороже всего хотя нет его гаже:
Солнцем из неба камень сей сплавлен.

Он есть у всех, никому не подвластный:
Дальше всего, но ближе, при этом -
Перед глазами таится, бесстрастный.
Он на холме, наречённом поэтом,
Живёт на горе, к горам безучастной.
Счастье тому, кто одержит победу.

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Решил некоторые ссылки из тех что наизусть не помню оставить для себя.
http://www.heargoodnews.org/Bible/kjvbible.pdf - библия. Версия короля Джеймса.
http://en.wikipedia.org/wiki/Thomas_Taylor_%28neoplatonist%29 - неоплатонист Томас Тейлор которого цитировал Артуро Регини.
http://www.svatan.ru/west/public/REGINI.pdf о жизни Артуро Регини. Вполне толково (хотя так говорить об Эволе - как минимум - симптоматично), после этого текста нужно изучить остальное на сайте.
http://www.hermetic-rus.com/researches/Vivo.htm одна из глав о жизни Майринка. Повеселился.
http://books.google.com/books?id=a-Oh_-rK5SQC&pg=PA56&dq=eckhart&as_brr=1#v=onepage&q=eckhart&f=false - пора бы ещё раз прочитать Бхагавад - Гиту
openlibrary.org -сочинения Императора Юлиана, которые так и не читал.
http://english.grimoar.cz - некоторое Эволы, 3 сочинения Шваллера де Любича (прекрасно) и одна книга Джоселина Годвина.
books.google.com - по 5-6 % от многих хороших книг.
http://evolist.livejournal.com/75091.html#cutid1 тут фрагменты Пути Киновари Ю.Эволы, а в журнале есть и другие переводы.
Статья Эволы о Кроули http://www.hermetic-rus.com/researches/evola_3.htm 
http://www.archive.org - некая Гипнеротомахия (про которую не пожалел времени и написал книгу Джоселин Годвин, а следовательно читать нужно), кроме того там и жизнеописание Агриппы есть (не читал), вобщем, сайт неплох.
http://www.sacred-texts.com/bud/wov/wov08.htm - прекрасный Буддистский текст
http://www.sacred-texts.com/bud/sbe19/sbe1903.htm - metrical (всмысле???) жизнеописание Будды!!!
http://www.sacred-texts.com/egy/hh/hh003.htm - иероглифика Хораполло ключевая штука для понимания египетского и алхимического.
http://www.juliusevola.net/textarchive.html - немало  текстов Эволы. Есть и о Геноне.
http://webspace.webring.com/people/da/akrishi/taoism/jade.htm - The Jade Emperor Heart Seal Sutra - нечто интересное
http://webspace.webring.com/people/da/akrishi/goflower/eng/gflower1.htm
http://www.rexresearch.com/goldflwr/goldflwr.htm - Даосская алхимия, даже лучше, гораздо лучше чем можно было ожидать. Кроме того упоминаются многие другие сутры, которые, следовательно я просто обязан прочитать.

http://webspace.webring.com/people/da/akrishi/taotehch/tao.htm - неплохой перевод Лао Цзы.
http://mutabor.land.ru/txt/Them/f/part1.htm - книга Фулканелли "Тайна готических соборов" (рус.), которую я всё никак не прочитаю.
Элифас Леви http://en.wikipedia.org/wiki/Eliphas_Levi ссылки на работы прям в википедии. Тоже иногда надо а и не вспомнишь.
Да, да, мне везёт http://hermetism.free.fr - тут вообще очень многое упомянутое Фулканелли сфоткано
http://webspace.webring.com/people/da/akrishi/neijing2/nj2_pic.htm - даосская картинка!
http://dar205.livejournal.com/tag/tradition - журнал где есть что-то (не больно офигенное) об Эволе, но где я нашёл интересную ссылку, так что надо доковырять.
Много статей и интервью Эволы которых я ещё не читал http://www.gornahoor.net/?cat=4&paged=3
http://www.sacred-texts.com/egy/ebod/ebod13.htm - Египетская книга Мёртвых с картинками... надо прочитать.
http://www.sacred-texts.com/eso/vow/index.htm -это вообще не знаю, что - надо посмотреть.
http://projects.vassar.edu/bookofthedead/ - Египетская книга мёртвых одной картинкой!!!
http://www.summum.us/mummification/tbotd/book1.shtml#obeisances - Бардо Тодол вот тоже едва-едва читал а надо, надо.
Напоминание: нужно прочитать Агриппу (http://www.sacred-texts.com/eso/pnm/pnm71.htm http://www.esotericarchives.com/agrippa/agrippa2.htm#chap1), Ямвлиха (http://www.esotericarchives.com/oracle/iambl_t3.htm#chap15), Порфирия (даже не начинал, упоминается book of sacrifices), а главное Прокла и Синезия (Платонистов), Альберта Магнуса (Великого), Виргилия, Апулея, Овидия ещё Мейстера Экхарта нужно. Орфейские гимны. Пифагора и Пифагорейцев, Боэция, Джордано Бруно.
http://www.esotericarchives.com/oracle/dionys1.htm - Дионисий Ареопагит, интересно.
http://www.ccel.org/ccel/dionysius/works.pdf - ещё Дионисий Ареопагит, всё.
http://www.symbolon.de/books2003/meyrink.htm - да - пора учить немецкий!!!
Обязан прочитать МакГрегора Мазерса http://www.alleeshadowtradition.com/pdf/abramelin_book1.pdf
Читать Виргилия и Марсилио Фичино http://letarot.com/jean-noblet/index.html - таро Жана Нобле

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